Geschichte des Mönchshofes


Der Mönchshof wurde zwar "'eingepfarret" und gehörte auch später und auch heute noch zur politischen Gemeinde Mendhausen, aber er hatte über Jahrhunderte einen eigenen Weg durch die Geschichte bestritten.


Als Klein- oder Wenigen-Höchheim geht der Hof 783 an das Benediktinerkloster zu Milz, 799 an das Bonifaciuskloster Fulda.

Im 12. Jahrhundert ist der Henneberger Graf Poppe von Irmelshausen Besitzer.
Er verpfändet den Hof 1156 an das Zisterzienserinnenkloster Wechterswinkel,
damit wird das Kammergut des Klosters den Grafen Henneberg lehnspflichtig .

Diese Periode währte 500 Jahre bis zur Säkularisierung von Wechterswinkel.

Durch diversen Streitigkeiten und Prozesse wird Sachsen-Altenburg 1656 Eigentümer, nunmehr unter dem Namen Mönchshof.

Von 1705 bis 1769 war er in der Hand der Julius Universität Würzburg.
Dann folgten etwa 130 Jahre als "Herrschaftliches Kammergut der Herzoglichen Domänenverwaltung" des Herzogtums Meiningen.

Pächter waren in dieser Zeit vielfach Menoniten und auch Wiedertäufer, die als gute Landwirte galten.

Nach der Privatisierung des in der Fläche verkleinerten Mönchshofes um 1900 hatte er verschiedene Besitzer, bis er dem letzten, Dr. Hamann, 1952 weggenommen und 1954 enteignet wurde. Danach verkam die historische Substanz, z.B. wurden die noch vorhandenen ca.130 m einer etwa 800 Jahre alten Sandsteinmauer wenige Jahre vor der Wende abgerissen.


Der Mönchshof vor 1950 aus Richtung Römhild


Der Mönchshof vor 1950 Ostausfahrt


Der Mönchshof vor 1950 Innenhof


Die noch vorhandenen Gebäude und die Hofanlage wurden durch die Familie Hamann, die 1992 den Hof zurückerhielt, vor weiterem Verfall gesichert, restauriert und liebevoll saniert



Der Mönchshof 2003 nach der Restaurierung von Haupthaus und Schafstall


- als bedeutendes Kulturdenkmal unserer geschichtsträchtigen Region.



Quelle: Infoschrift der VG "Gleichberge"

SW-Bilder : Frau Susanne Hamann



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